Sammlung von Papier und Karton

In Frankreich werden jährlich 7,5 Millionen Papier und Karton gesammelt und recycelt. In den vergangenen zwanzig Jahren ist dabei die Recyclingrate von 40 auf 72 % gestiegen. Der Anteil an Recyclingzellstoff bei der Papierproduktion betrug in Frankreich im Jahr 2009 beachtliche 60 %. Paprec, der langjährige Marktführer bei der Abfallbehandlung und Spezialist für Papierrecycling, verarbeitet jährlich über 2 Millionen Tonnen zukünftigen recycelten Zellstoffs. Dabei stieg die Recyclingrate seit den Anfängen 1994 bei Papier um 29 %. Heute darf das Unternehmen stolz für sich beanspruchen, eines der größten Recyclingvolumen in ganz Europa zu verarbeiten. Wie recycelt man Papier? Woher stammt das recycelte Papier? Welche Instrumente helfen bei der Sammlung und anschließenden Beförderung des Papiers und Kartons zu den Sortier- und Recyclinganlagen? Genaue Details zu den einzelnen Schritten erhalten Sie hier:

SAMMLUNG DER ABFÄLLE BEI DEN DRUCKEREIEN

Die von Presse- und Akzidenzdruckereien erzeugten Abfallvolumen sind so groß, dass sie einen Großteil dessen ausmachen, was bei Paprec an Papier und Karton gesammelt wird.
Der Konzern beschränkt sich hier überwiegend auf die Sammlung von Andrucken, d.h. dem Papier, das während der Einstellungsphase der Maschinen benötigt und anschließend weggeworfen wird. Aber auch nach dem Druck entstandene Andruckbögen und Späne fallen darunter
 
Und noch bevor überhaupt Abfälle während der Einstellungs- und Schneideverfahren in den Druckereien entstehen, sammelt Paprec die unterschiedlichen Verpackungen für Papierspulen (Papierstapel oder -rollen) sowie die Spulen (Karton, tunnelförmiger, fester Karton, der als Achse der Spulen dient) und das Papier, in das sie eingewickelt sind. Einige Arbeiter trennen per Hand das Verpackungspapier vom weißen Material. Je nach Reinheitsstufe können Papierqualität und damit der Wert des Papiers nämlich stark schwanken.
 
INSTRUMENTE
Um die Papiersammlung in Abhängigkeit der unterschiedlichen Anlagen unserer Kunden - die nahezu alle eine maßgeschneiderte Lösung benötigen - optimieren zu können, verfügt der Konzern über mehrere Instrumente, die eine Anpassung an die unterschiedlichen Anlagengrößen, am Werk erzeugten und zu recycelnden Papiervolumen und unterschiedlichen zu recycelnden Materialien ermöglichen.
Das Abfallrecycling erfolgt in kleinen Werken durch die Bereitstellung folgender Geräte und Behälter:

  • Mit Stapelbehältern - gemeinhin auch als "Kistenpaletten" bezeichnet - können die Arbeiter nach dem Transport per Gabelstapler (oder Niederhubwagen) direkt seitlich zur Maschine gelangen, um die Papierabfälle einzufüllen.  Sie sind stapelbar und daher gerade für Druckereien in großen Städten oder an ihren Randgebieten ausgesprochen praktisch, weil sie aufgrund ihrer begrenzten Lagerflächen oft keine Container aufstellen können. Mit diesen Papiersammelbehälter kann dann rasch das alte System, bei dem der Lagerarbeiter schwere Säcke schleppen musste, ersetzt und der Papierrecyclingprozess vereinfacht werden.

 
In großen und mittelgroßen Werken:

  • Klassische Container oder Tautliner-Container (mit beweglichen Seitenwänden, sodass sie leichter beladen werden können) mit einem Fassungsvermögen von 15 oder 30 m³ je nach Dichte der gelagerten Abfälle.

 

  • Verdichter oder Ballenpressen (horizontale und vertikale) helfen dabei, bei sehr großvolumigen Abfällen das Produkt vor dem Recycling zu verdichten, aber auch die Transportkosten und den Sammelrhythmus zu reduzieren.

 

  • Sattelschlepper, FMA-Transporter oder Tautliner, mit denen Paprec lose Fracht oder die vom Kunden erzeugten Ballen aufnehmen kann.

 
Die flexible Logistik ist für Paprec ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche und langlebige Partnerschaft und so wird die Häufigkeit der Sammlungen bei den Druckereien an das jeweils produzierte Volumen angepasst. Bei den kleinen Druckereien beispielsweise holt ein Lkw einmal monatlich einen einzigen Behälter ab. In den großen Druckereibetrieben hingegen schickt der Konzern zum Teil mehrere Lkw pro Tag, die dann bis zu 4000 Tonnen Abfälle im Monat abholen.
 
TECHNIK
In der eigenen, heute zweigeteilten (Paprec Techniques und Paprec Aspiration) Projektabteilung hat der Konzern seine IT-Reporting-Tools auf den neuesten Stand gebracht und für gesorgt, dass die automatische Abfallsammlung von Paprec heute zu den leistungsfähigsten zählt, die auf dem Markt verfügbar sind. Auf diese Weise hat das Unternehmen im Bereich Papierrecycling innovative Wege eingeschlagen und es seinen Kunden ermöglicht, sich wieder zu 100 % auf das eigene Business zu konzentrieren!
 
Neben den oben genannten Methoden statten wir die Partnerwerke außerdem aus mit:

  • Saug- und Beförderungssysteme, die in erster Linie direkt an der Hochgeschwindigkeitsfertigungslinie (Pressen, Sammelhefter, Räummaschinen, Faltmaschinen usw.) installiert sind und Papierabfälle aufsammeln und dann zu den Abfallsammelstellen befördern, bevor sie zum Verdichter gelangen. Bis auf den Fahrer, der das verdichtete Abfallmaterial einsammelt, ist das gesamte Verfahren komplett automatisiert.

 

  • Systeme zur Trennung von Feststoff und Abluft und für die Drehfiltration, mit denen das gesammelte Material gereinigt, Luft und Papier getrennt sowie der durch das Schneiden entstandene Staub beseitigt werden.   Dieser Staub wird dann automatisch in eine Brikettierpresse geleitet, wo er verdichtet und zu kleinen Kugeln verarbeitet wird, die kompakt und nicht entflammbar sind. Dieses saubere Verfahren ermöglicht auch eine leichtere Handhabung sowie eine Begrenzung des Brandrisikos (gemäß den Empfehlungen der französischen ATEX-Norm). Nach dem Saugzyklus kann die Luft auch recycelt werden, um sie anschließend im Werk zirkulieren zu lassen. Ein spezielles Heizsystem ist damit überflüssig!

 

  • Dank Fernbetreuungssystemen können die Paprec-Techniker auch aus der Entfernung das gelagerte Volumen in den Verdichtern einsehen, welche automatisch einen Alarm aussenden, wenn sie keine Kapazitäten mehr haben. Dieses wertvolle Instrument hilft nicht nur bei der Wartungsoptimierung, kürzeren Reaktionszeiten seitens des Konzerns und dabei, dass sich das Unternehmen wieder voll und ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann, sondern ist auch ein wirksames Mittel, wenn es darum geht, Produktionsrückgänge zu verhindern. 
Les systèmes d'aspiration de Paprec Techniques
La collecte sélective des papiers par Paprec

GETRENNTSAMMLUNG

Die Sammlung von Papier- und Kartonabfällen in den Haushalten nimmt Jahr für Jahr ein größeres Volumen ein (Zuwachs um 10 % seit 2007) und macht in Frankreich bereits 52 % des insgesamt recycelten Papiers aus.  Allein die Paprec Group sammelt und recycelt über 50.000 Tonnen Grafikpapier (Schreibpapier/Druckpapier, Broschüren) der jährlich 2,3 Millionen in französischen Haushalten verbrauchten Tonnen.
 
Mit blauen Behältern für Papier oder gelben Behältern, in die auch Verpackungsabfall eingefüllt werden darf, erfolgt für das Altpapier bereits eine sortenreine Abfallsammlung. Das Material, das anschließend dem Recycling zugeführt wird, wird von den unterschiedlichen Gebietskörperschaften gesammelt, die Partner des Unternehmens sind (bzw. vom Konzern selbst). Anschließend werden sie mit Entsorgungsfahrzeugen für Haushaltsabfälle bis zum Paprec-Werk geliefert, wo eine präzisere Abfalltrennung erfolgt (Trennung des Papiers, Kartons, Kunststoff usw.) und das Altpapier zu Ballen gepresst wird.
 
Einige der Städte und Gemeinden verfügen zum besseren Papierrecycling über eigene Sammelstellen und Sortieranlagen. Sie verkaufen dann das Material an Paprec und der Konzern schickt seine Lkw zu ihnen, sodass das Altpapier gleich bei den Sammelstellen eingeladen werden kann. Im Anschluss daran, gelangt das Altpapier in den Recyclingzyklus, d.h. die Abfallverwertung.

ABFALLSAMMLUNG IN DER INDUSTRIE UND BEI GROSSEN EINZELHANDELSKETTEN

In diesen Branchen funktioniert das Abfallsammlungssystem ähnlich wie das, was für Druckereibetriebe beschrieben wurde. Auch hier kommen je nach Betriebsgröße Stapelboxen, Container oder Verdichter zum Einsatz, um das Papier zu sammeln, das später dem Recycling zugeführt werden soll.  Allein das Material unterscheidet sich von denen der Druckereien. Bei großen Supermarktketten wie dem französischen Carrefour oder Auchan sammelt Paprec nämlich hauptsächlich (und das in großen Mengen) gebrauchte Verpackungskartons ein, die man gemeinhin auch als "braune Fasern" bezeichnet.

Paprec Group utilise des bacs pour collecter les déchets
Les équipements de collecte de La Corbeille Bleue et Confidentialys

SAMMLUNG VON BÜROPAPIER

Neben Karton macht Papier aus Unternehmen 85 % der Abfälle aus, die im Dienstleistungssektor produziert werden. In der Papierrecyclingindustrie hatte man diese Branche lange Zeit vernachlässigt. Dabei erzeugt sie große Mengen recyclingfähigen Materials.
 
Unsere darauf spezialisierte Sparte "La Corbeille Bleue" sammelt jährlich über 40.000 Tonnen Büro- und Archivpapier sowie weitere vertrauliche Dokumente, die hauptsächlich aus Banken und der Verwaltung stammen. Dieses Papier wird anschließend recycelt.
 
Es gibt auch hier zahlreiche unterschiedliche Arten der Abfallsammlung und des Recyclings von aus Unternehmen stammendem Papier:

  • Mit Abfallbehältern mit zwei Einwurföffnungen beispielsweise können Lebensmittelabfälle einerseits und Papierreste andererseits gesammelt werden. Sie werden nicht vermischt, was die anschließende Abfallsammlung vereinfacht.

 

  • Abfallsammelstellen werden da aufgestellt, wo am meisten Papierabfall entsteht: an den Fotokopiergeräten beispielsweise.

 

  • Die Sammelbehälter für Papier und Karton werden vom Reinigungspersonal gefüllt, bevor das Altpapier auf den Weg zum Recycling und zur Herstellung von Recyclingpapier gebracht wird.

 
Nach einer ersten Abfalltrennung und -lagerung werden die Abfälle regelmäßig von Paprec-Entsorgungswagen abgeholt. Sie sorgen für den Transport zu den Werken und die Abfallverarbeitung.
 
Bei Confidentialys, der Aktenvernichtungssparte des Paprec-Konzerns, erfolgt die Sammlung des Papiers mit verriegelten Sammelbehältern, die von einem Lkw abgeholt und ausschließlich in eigens dafür vorgesehenen, gesicherten Entladestellen geöffnet werden. Diese Abfälle, die zu einem Großteil dem Recycling zugeführt werden, können je nach Kundenwunsch auch zerstört werden. Teilweise sorgen die Kunden im Übrigen auch selbst für den Transport ihrer vertraulichen Dokumente.

Camion Volvo 750 CV et péniche Paprec Group

TRANSPORT

LKW
Seit 1994 ist Volvo Trucks der Haupt-Lkw-Lieferant der Paprec Group. Und das aus gutem Grund: Arbeitsleistung (Volvo-Lkw haben die niedrigste Pannenanfälligkeit auf dem gesamten Markt) und Umweltschutz (Die Vierzigtonner des Konzerns verbrauchen weniger als 30 l pro 100 km, d.h. auf das Gewicht eines normalen Autos heruntergerechnet, nur ein Sechstel dessen, was ein gewöhnlicher Pkw verbraucht. Sie sind außerdem zu 95 % recycelbar.) sind für die Paprec Group ganz wesentliche Gesichtspunkte.
 
Mit der nationalen Ausdehnung des Konzerns sieht man auf Frankreichs Straßen nun immer häufiger die Volvo-Lkw (Sattelschlepper mit oder ohne seitliche Schiebeplane, die sämtliche Containertypen nach Guima-Standard laden können), die eine maximale Lagerkapazität von 25 Tonnen haben.  Hinter dem Steuer der PS-stärksten Lkw (Volvo FH16 mit 750 PS) sitzen die besten Fahrer des Konzerns; nämlich die, die mit einem Castor d'Or ausgezeichnet wurden!
 
In der Fahrzeugflotte von Paprec gibt es zurzeit 1000 Lkw, die per GPS lokalisiert werden können. Auf diese Weise kann in dringenden Fällen ihr Standort ermittelt und der Fahrer damit beauftragt werden, einen kleinen Umweg zu nehmen und einem Kunden kurzfristig zur Hilfe zu eilen.  Alle Paprec-Container für die Abfallsammlung sind außerdem mit einem Sensor ausgestattet. So können die zum Teil langen und komplexen Touren (bei sehr großen Werken) der Fahrzeuge zur Altpapier- und Kartonsammlung (im Unterschied zu den Baustellen-Lkw, die häufig von einem Punkt A zu einem Punkt B fahren) flüssiger gestaltet werden.
 
LASTKAHNTRANSPORT
Der Lastkahn "Spirit of Future" ist ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig Paprec Recyclage die Senkung der Treibhausgasemissionen ist. Eine Fahrt spart 12 Lkw auf den Straßen im Großraum Paris ein und damit die Emission von rund 1 Tonne CO2.
 
Binnenschifftransport ist effizient und ökologisch und damit das Transportmittel der Zukunft. Gewiss wird er in den kommenden Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen. Paprec ist im Übrigen daran gelegen, die meisten Recyclingpapierproduktionsstandorte an das französische Fluss- und Kanalnetz anzuschließen. An einigen Standorten ist dieses Vorhaben noch in Arbeit, an anderen bereits gelebte Wirklichkeit.
 
Der Papier- und Kartonrecyclingzyklus erfolgt etappenweise.  Hier sehen Sie, wie es genau abläuft:

  • Sammlung von Papier und Karton
  • Sortierung von Papier und Karton
  • Verkauf von Papier und Karton
  • Herstellung von Zellstoff
  • Wicklung des Papiers
  • Bedrucken, Bearbeiten und Versand des Papiers
  • Zustellung des Papiers

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